Eine Naturerlebnisreise zu Bären, Wölfe & Robben.

Kurzentschlossen habe ich für Ende September eine Reise nach Estland gebucht. Das Reiseprogramm war vielversprechend. Also Kamera einpacken, kleines Reisegepäck für eine Woche und ab mit dem Flieger nach Tallinn.

Nach Empfang durch unsere Reiseleiterin und Guide Katarina geht es sofort per Bus in die Küstenstadt Haapsalu. Unser Hotel liegt direkt am Wasser. Also noch dem Checkin erstmal die Ostseebucht mit dem Fernglas abscannen. Es fängt ja gut an: ein Seeadler kreist über der Bucht. Aber alle Versuche, ihn mit der Kamera in den Fokus zu bekommen, scheitern. Was soll's; wir sind ja drei Tage in dem Hotel und er wird sich ja hoffentlich noch mal sehen lassen. Pech gehabt, kam nicht mehr.

Für den Spätnachmittag war die erste Ausfahrt geplant. Bei der Losfahrt gibt unser Bus seltsame Motorgeräusche von sich. Abbruch der Fahrt. Katarina organisiert erst mal einen neuen Bus für den nächsten Tag. Schlendern wir alternativ über die Seepromenade und duch die Altstadt.

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Tag 2: Heute geht es erst mal in den Leidissoo Nationalpark. Ein grosses Feuchtgebiet und Zugvogel Raststation. Mit den Zugvögeln war das so eine Sache. Auf Grund der anhaltenden Wärme auch in nordischen Regionen hat der Vogelzug noch nicht richtig eingesetzt. Was soll's; die ersten Kraniche sind schon da. Am späten Nachmittag geht es dann zur ersten Elch-Safari. NaJa, in weiter Ferne konnte man einen Elch erahnen. Ist mal so in der Natur. Die Tiere richten sich nicht nach den Fotografen.  In der Nacht noch eine Fahrt zu den Wolfsrevieren in den umliegenden Wäldern. Fehlanzeige; nichts zu hören und zu sehen.

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Tag 3: 6 Uhr Abfahrt zur morgendlichen Elch Safari. Wir haben geniales Licht aber leider keine Elche. Nach dem Frühstück ist eine Ostsee Robbentour angesagt. Nach der Fährfahrt zur Insel Hiiumaa geht es mit einem kleinen Fischerboot zu den vorgelagerten Inseln. Fischer und Guide suchen mit ihren Ferngläsern die Ufer nach Robben ab. Nichts zu sehen bis Katarina im offenen Wasser die ersten Ringelrobben entdeckt. Neugierig sind die Robben schon; strecken den Kopf aus dem Wasser um zu sehen wer sich da in ihrem Revier herumtreibt und tauchen wieder ab. Bei der Welle und dem schaukelden Boot auch noch fotografieren? Ich hab's geschaft. Zurück auf Hiiumaa nutzen wir die verbleibende Zeit bis zur Fährfahrt für eine Mühlentour.

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Zurück in Haapsaluu machen wir bei den letzten Sonnenstrahlen noch einen Stop am alten Zarenbahnhof. Es bleiben nur noch wenige Minuten um die alten Loks im Sonnenlicht zu fotografieren.

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Tag 4: Transfer in den Norden Estlands zum Lahemaa Nationalpark. Nach dem Check In und einem späten Mittagessen im Hotel geht es gleich weiter nach Alutaguse. Hier erwartet uns ein Highlight der Reise: Bärenbeobachtung. Nach einem 2 Km Fußmarsch erreichen wir tief im Wald gegen 17 Uhr eine Bärenbeobachtungshütte. Jetzt heist es warten und hoffen. Wir haben Glück. Ab 18 Uhr kommen noch bei bestem Licht zuerst einige Marderhunde und dann auch drei Bären auf die Lichtungen. Gegen 20 Uhr wird es so dunkel, dass man nicht mehr viel sehen kann. Wir nehmen noch ein Absackerbier und dann geht es auch schon in die Etagenbetten. Die Hütte dürfen wir erst am nächsten Morgen wieder verlassen.

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Tag 5: Um 7 Uhr verlassen wir die Bärenhütte. Vor der Rückfahrt ins Hotel gibt es erstmal eine Elchsafari. Aber außer Auerhünern ist wieder nichts zu sehen. Für heute stehen zwei Wanderungen durch den Nationalpark an. Am Vormittag bei leichtem Regen durch einen Taigaurwald. Bin zu faul, die Kamera auszupacken. Hätte sich durchaus gelohnt.

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Tag 6: Heute pfeift der Wind ganz gewaltig. Vom Küstenort Käsmu geht es duch den Wald bis zu einer Landzunge. Muss dort mal die Urgewalten einfangen. Danach heist es Kamera und Linsen trocknen. Am Nachmittag geht es zu einer Hochmoor Wanderung. Schönes Licht und schöne Location. Man muss immer wieder aufpassen, dass der Wind einen nicht vom Holzsteg drückt.

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Und nach dem Abendessen eine letzte Elchsafari. Jetzt oder gar nicht mehr. Und sie sind doch da, die Elche. Leider komme ich nicht schnell genug aus dem Bus. Insofern haben meine Elchbilder nur noch dokumentatorischen Charakter.

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Tag 7: Letzter Tag. Es geht zurück nach Tallinn. Katarina macht mit uns noch einen Stadtrundgang und verabschiedet sich dann von uns. Ich breche am Nachmittag mit zwei weitern Reiseteilnehmern nochmal zu einem Rundgang um die Stadtmauer auf. Und die Altstadt von Tallinn: Ja, ist sicherlich schön. Aber man merkt auch, dass in der Hochsaison täglich zwei Kreuzfahrtschiffe anlegen. Ein Souvenierladen und Restorant neben dem anderen.

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Und hat sich die Reise gelohnt? Auf jeden Fall. Auch wenn ich mir mit der Tierwelt mehr erhofft hatte, wurde das fehlende Wildlife durch eine grandiose Landschaft wieder ausgeglichen.